Samstag, 18. Februar 2012

22:31

Ich packe in meinen Koffer...
Bücher...
Kofferwiegen wäre erheblich weniger stressig, wenn die Kofferwaage funktionieren und nicht vermutlich durchschnittliche fünf Kilo zu wenig anzeigen würde, die einen in falsche Sicherheit wiegen.
Soll ich noch etwas reinpacken... Soll ich nicht?
Geschirr ist gespült, in meinem Kühlschrank befinden sich derzeit noch drei Joghurts und eine Packung Schinken, noch dazu eine Orange, die gegessen werden müssen bevor ich morgen um acht Uhr mit dem Taxi weg fahre... wird wohl ein reichhaltiges Frühstück...
Klamotten liegen überall im Zimmer, merde, es ist schon so spät und ich will unbedingt noch den Film fertigschauen, muss allerdings morgen früh um halb sieben aufstehen...
Müll muss ich noch rausbringen, Handys einpacken, Brille und noch allerlei Zeug, das einem erst mitten in der Nacht im Traum einfällt...

Sonnabend-Gedanken....

Freitag, 17. Februar 2012

le quotidien

Ui, da war ich gestern nicht einmal feiern wie eigentlich ausgemacht und fühle mich trotzdem schlimm verkatert, wobei das anstrengendste, das ich gestern abend gemacht habe, Computerspielen bis um halb zwölf und danach lesen mit zwei/ drei Gläsern Pastis war.
Trotzdem war heute früh ein wenig stressig, mein Gastvater rief mich um halb neun an, ich solle um halb neun unten in der Wohnung sein, um Techniker, die zwischen halb neun und elf kommen und die Heizung reparieren sollten, zu empfangen. da es schon halb neun war und ich natürlich noch schön schnurchelnd im Bett lag und mit Müh und Not ein total rauchiges "D'accord" am Telefon rausbrachte, musste ich mich ganz schön beeilen, um nur wenig zu spät unten zu sein.
Der Handwerker kam natürlich pünktlich französisch um dreiviertel 12, was aber dank meines Buches nicht so schlimm war. ich sah nur relativ fertig aus, das stundenlange Lesen hat das noch verschlimmert...
Nun genieße ich ein riesiges Omlette mit Schinken, danach Suppe und noch irgendwas als Nachspeise, ich habe Lust auf Kalorien!
Die Kinder sind sehr lieb zur Zeit, besonders Jules, das macht mich unglaublich glücklich!
Am Sonntag gehts nach Hause für zwei Wochen, mein Handgepäck habe ich immer noch nicht zusammen, ich müsste mal schauen, wann genau ich Sonntag aufstehen muss um rechtzeitig am Flughafen zu sein, mein Gepäck (nichts als Bücher - wie gewohnt) ist viel zu schwer, und so richtig habe ich es noch nicht realisiert, wieder heimzufliegen.
Das muss ich wohl morgen machen...
Ich lese Christians Blog, der eine völlig andere Welt als ich erlebt und sich mit ganz anderen Problemen und Menschen herumschlägt. Es ist komisch und erstaunlich, was in unserer Welt alles möglich ist, was man alles entdecken kann in jungen Jahren, so verschiedene Wege und Ziele, tausend Möglichkeiten, das zu erreichen, was man will und das einzige, was man dazu braucht, ist Mut und Geld.

Mit diesem poetischen Hintergrund lasse ich euch nun allein vor dem Bildschirm zurück und spiele Pc.
Biz!

Samstag, 4. Februar 2012

ein Winter in Paris

-3°C, wohlige Wärme in meinem Zimmer.
Heute war mein erster Schwimmbadbesuch, eine Badekappe ist obligatorisch.
Das macht zwar nichts, sieht aber scheiße aus. :)
Dafür bin ich nun total ausgepowert und entspannt, obwohl ich nicht wie eine Verrückte so schnell wie möglich geschwommen bin, sonders es eher langsam habe angehen lassen.
Übrigens recht hübsche junge Franzosen im Schwimmbad Samstag früh, besonders welche, bei denen man sieht, dass sie wohl regelmäßig schwimmen gehen. Saubere Umkleiden, tolles Tageslicht in der Schwimmhalle, im Sommer wird dann noch das Dach geöffnet wenn die Sonne scheint, also wohl auch eine Art Freibad.
Da werde ich nun wohl öfter hingehen!
Einen Meter neben mir kocht meine Gemüsebrühe auf meinem Herd, drin sind Karotten, Zucchini und Endivien, ich habe wirklich keine Ahnung heute, was ich kochen soll und habe einfach alles ins Wasser geschmissen.
Ich habe immer noch keine Ahnung, was ich nachher mit dem ganzen Gemüse mache wenns gekocht ist....
In einer Stunde sitze ich wieder im Bus, dreistündige Chroprobe heute.
Auch wenn ich die Lieder nicht wirklich ansprechend finde bleibe ich doch im Chor, es tut gut, Hobbies zu haben.
Letzt lag ich um zwei in der früh wach im Bett und habe alte Handyaufnamen von Proben meines ehemaligen Schulchors auf Chorfahrt angehört, unter anderem "Autumn Leaves", "Mercedes Benz" und "Save Me" mit einer tollen Stropheneinlage von meiner ehemaligen Musiklehrerin. Ich wünsche mich dorthin zurück, das waren tolle Fahrten...
Morgen früh wieder aufstehen für den Chor, danach Mittagessen und dann gehts ab ins Naturkundemuseum, darauf freu ich mich schon die ganze Woche.
13:13 Uhr, die Endivien sind in der Pfanne, mit Schinken umwickelt.
Ich bin so unendlich glücklich mit meiner Gastfamilie, es ist richtig belebend ( ;) ), die Kinder zu beschäftigen und für sie da zu sein, meine Gasteltern sind so nett und aufmerksam, Nathalie hat an mich gedacht und mir zum Thema Heidi Klum und Seal eine deutsche Grazia vom Gare de l'Est mitgebracht.
Das Radio läuft immer, genauso wie mein Wasserkocher; französische Sender spielen wirklich gute Musik.
Das Radio war neben dem Duschabzieher das nützlichste, das ich mir gekauft habe, es macht Stimmung, unterhält und läd zum mitsingen ein.
Ich bin so froh, Linda hier zu haben.
Meine beste Freundin, die alles mit mir macht und alles anschaut - leider nur noch für begrenzte Zeit.
Ihre Gastfamilie hat bald das Maß voll gemacht und sie wird überraschend schon im April statt im Mai die Koffer packen, nach ihrem DALF C1 Test.
Ich werde meinen Test Ende Mai machen, alleine nach Rouen fahren und die Zeit zwischen den Prüfungen wohl bei Mc Donalds totschlagen.
Habe ganz schön Angst, es nicht zu schaffen und sollte wohl mal zur Abwechslung anfangen, Hausaufgaben zu machen...
Essen ist fertig, lecker! Zum Fenster scheint die Wintersonne herein, ich bin entspannt. :)
Werde wohl wie immer zu spät zum Chor kommen, aber ich brauche Zeit zum Essen...
Mein Abreisetermin steht fest, der 20. Juli. Arbeiten werde ich bis zum 14., danach darf ich noch eine Woche im Zimmer bleiben und mich an Paris im Sommer erfreuen.

Aber bis dahin ist es noch eine lange und hoffentlich schöne Zeit. :)