Montag, 29. August 2011

Les différents entre Paris et la campagne

Das Wochenende ist sozusagen passé und nun kommt ein neuer Post.

Am Wochenende sind wir zu unserem <<Ferienhaus>> gefahren, das mitten im riesigen Landgut von Hugues steht und eher als Herrenhaus bezeichnet werden könnte.
ja, ich muss sagen, es ist schon sauschön auf dem Land in der Normandie.
Unser Landgut liegt übrigens nahe eines Touristendorfes namens <<Beuvron en Auge>>, das nur aus Fachwerkhäusern besteht.
Auf Französisch heißt der Stil übrigens <<Colombage>>.
Freitagabend haben wir uns noch bei ein wenig Wein und einem guten Buch bis um halb zwölf vor dem riesigen Kamin entspannt und die Ruhe genossen.
Am Wochenende habe ich Sendepause und so hab ich mich in der früh auch gleich aufgemacht, den enorm großen Garten mit seinen ca zwanzig Apfelbäumen zu erkunden.
Hugues hat mir Stifeletten in meiner Größe gegeben, da es etwas matschig war.
Er hat in der campagne vier weitere Autos stehen, sein Hochzeitsauto, ein blauweißes Cabriolet und unter anderem mein Lieblingsauto, ein uraltes rotes Gerät, mit dem man ca einen halben Meter über dem Boden fährt und das keine Scheiben hat. Die Gangschaltung ist auch sehr gewagt. :)
So stand ich dann am Morgen am Gartenzaun und hab die Pferde angesehn, als Hugues mit oben genannten roten Auto kam und mich auf eine kleine Tour mitnahm.
Wir sind einmal quer über eine riesige Weide gebrettert, die er erst vor kurzem erstanden hat und die er sich einmal ansehen wollte.
Mit Emilie, eine seiner zwei Angestellten (der andere Angestellte ist Olivier), haben wir ein bisschen die Weide aufgeräumt, Steine und große Äste entfernt. Danach hat er mit auf einer anderen, noch größeren Weide die tragenden Pferde gezeigt, er züchtet sie.
Zu Mittag waren wir bei Freunden eingeladen, die hatten zwei ältere Söhne und waren alle sehr sympathisch.
Die hatten in ihrem Garten, der unserem nicht unähnlich war, einen Bouleplatz, auf dem wir auch gleich gespielt haben.
So ein Ding ist schon ziemlich geil, das perfekte Spiel, wenn man Gäste hat. Sollte mein eigener Garten einmal groß genug sein, leg ich mir auch so einen Platz zu.
Danach hab ich noch die Söhne im Kicker besiegt, während die anderen Erwachsenen Dart spielten.
Am nächsten Tag waren die Nachbarn bei uns eingeladen (also diesmal andere <<Freunde der Familie>> :D), die hatten einen Sohn in Alice' Alter.
Aus der Campagne habe ich mitgenommen/ mitnehmen dürfen:
- Die Sehnsucht nach Pferden
- Die Lehre, sein Waschzeug und den Schlafanzug das nächste Mal besser nicht zu vergessen
- Entspannung
- viel Besteck/ Gläser/ Teller
- viele neue und tolle französische Bücher
- den Anblick von fünf Regenbögen auf einmal, das Wetter dort ändert sich ständig und extrem

Heute war Alice krank und wenn sie nicht geschlafen hat, hat es Knatsch gegeben. :)
Morgen Abend kommt Jules heim, ich bin schon sehr gespannt!

Und zum Abschluss: der geile Pool vom Ferienhaus

Bisous

Dienstag, 23. August 2011

les clichés

Typisch Französisches, dass es hier zu erleben gibt:

- Hugues trinkt seinen Tee morgens aus einer Schale, in die er sein Croissant eintaucht

- Schalen mit zb Tee oder sonstigen Nahrungsmitteln werden zum völligen Entleeren nicht gekippt

- Abendessen gibt es von schätzungsweise 9 Uhr bis 11.30/12 Uhr

- fast alles, was man so an Werbung in den Straßen sieht, ist auf Französisch, auch Kinofilme wie "Final Destination" (alors au métro, on peut lire <<destination finale>>)

- in den Straßen hängt oft die Tricolore

- zum Abendessen trinkt man  - was sonst - Wein und isst Baguette, Tarte etc...

- in den Läden läuft ausschließlich französische Musik (obwohl ich ergänzen muss, dass vorgestern im Monoprix "Cecilia" von Simon & Garfunkel lief)

- es gibt kaum Dicke. Die einzigen Dicken sidn asiatische Männer.

- Das wichtigste Klischee von allen:
             Die Bisous.
Anfangs ist es gewöhnungsbedürftig, wildfremden Männern, die Freunde der Familie sind, zweimal am Tag die Wangen zu küssen, aber man gewöhnt sich ja an alles. ;)

- Die Frauen sind sogar auf dem Spielplatz geil angezogen und haben selbst nach dem dritten Kind nicht zugenommen

Montag, 22. August 2011


le cup du monde au foot des SDF ;)

 Ma chambre de bonnes
 le pétrole ici c'est très très cher...
 Robin vom Holz.
 la Tour Eiffel hier.
la Seine près de mon appartement.

Zuhause bei Rousseau

Bonsoir mes amis,

es ist schon etwas spät, dager werde ich mich so gut es geht kurz fassen und evtl morgen noch Dinge ergänzen. :)
Nachdem ich gestern um drei Uhr morgens aufgestanden bin, um mit meiner Mami rechtzeitig nach München und zum Flug zu kommen - und nachdem alles glatt ging -, hat mich meine famille d'accueil vom Flughafen abgeholt.
Sie waren zu dritt, Hugues, Nathalie et Alice, Jules ist in einem Feriencamp von der Schule aus und wird erst in einer Woche wiederkommen.

Nachdem ich mein Zimmer gezeigt bekommen hatte haben wir etwa um drei zu Mittag gegessen und ich durfte mich anschließend ein wenig ausruhen, wobei ich in der Zeit, in der ich eh nicht schlafen konnte, meinen riesengroßen Koffer ausgepackt habe.
Mein Zimmer ist wirklich sehr schnuckelig, der einzige Nachteil - wobei es mich nicht wirklich stört, weil ich eh tagsüber nicht drin bin - ist, dass es über den Tag dort sehr warm wird, weil es ja im siebten Stock ist.
Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte, machten wir einen großen Spaziergang, zum etwa zweihundert Meter entfernten Tour Eiffel und darüber hinaus, ich habe die Schulen und die Kinderkrippe von Alice gezeigt bekommen.
Dabei hat Hugues im Park beim Tour Eiffel reife Haselnüsse bemerkt, und nun esse ich jeden Tag Haselnüsse vom Eiffelturm. :D
Danach aßen wir zu Abend, ein typisch französisches dîner, wenn auch nicht annähernd so typisch wie das von heute (aber dazu später). Das heißt Baguette, Fromage (Käse), du poisson (Fisch), du gâteau (Kuchen), des petits pâtes (Pasteten) et des fruits (siehe: Englisch). danach bin ich so gut wie tot ins Bett gefallen ;)
Heute Morgen nach einem reichhaltigen Frühstück brachte ich zusammen mit Nathalie Alice in die Krippe, danach hatte ich bis zum Nachmittag frei.
Also hab ich Paris ein wenig à pied und auf eigene Faust erkundet, bin runter zum Tour Eiffel und ein bisschen weiter, hab beim Fußball Weltcup der Obdachlosen zugeschaut, viele Fotos gemacht, gespendet (jaa ich hab mich bequatschen lassen...), mich verlaufen und ein bisschen Smalltalk mit Restaurantbesitzern (die meist mit einer dicken Zigarre vor ihren Restaurants warten) betrieben.
Danach habe ich mithilfe von Maria, einer Afrikanerin, die gegenüber von mir auch ein chambre de bonnes bezogen hat und ca fünf Jahre älter ist als ich, auf meinem Laptop Internet installiert und gleich ein bisschen mit Kathi geskypt. Nebenbei habe ich meine ersten französischen Spaghetti gekocht.

danach ging in die crèche (Krippe) um alice abzuholen, Nathalie war heute auch noch dabei und hat mir ein paar Parcs gezeigt, in die ich mit ma petite chérie spielen gehen kann.
Also sind wir auch gleich dort geblieben, Nathalie musste wieder zur Arbeit.
Alice hat viel gespielt und irgendwann gabs dann einen riesen Tränenausbruch, weil sie hingefallen war.
Auf dem Rückweg nach Hause war sie immer noch knatschig, aber da war eine sehr nette Frau, die ihr einen Schlüsselanhänger mit Tinkerbell geschenkt hat, da war sie wieder glücklich, beim Baden später war die Stimmung sowieso super, sie liebt einfach Wasser.

Danach hab ich ihr noch ein bisschen was vorgelesen und dann kam auch schon Hugues heim, hat ihr ein paar Nudeln gekocht und sie vor den Fernseher gesetzt (da ist sie sowieso ein Engel, Heidi hat auf Französisch eine richtig nervig hohe Stimme.) Später kam ein Freund von Hugues zu Besuch, da gab es wieder ein wenig Knatsch, weil Alice nicht einsehen wollte, dass ihr Papa leider momentan keine Zeit für sie hat und langweilige Gespräche über Politique und les affaires mit seinem Freund führen will.
Aber dann hat sie sich doch überreden lassen, etwas mit mir zu lesen (Nathalie war auch schon wieder daheim) und danach gings ab ins Bett. :)
So, dann kam das mehr als typische französische dîner, wir haben Gemüse-Tarte gegessen, du fromage, baguette, de la salade, des noix et du glace (Eis). Nach ca 3 Stunden gabs dann um halb zwölf noch einen Espresso (café), danach hat mir Nathalie noch ein paar Sachen (das meiste zum Essen) für ma chambre gegeben und wir haben die métro-Pläne angeguckt.
Morgen möchte ich nämlich nach dem Aufstehen (ich muss morgen erst um vier Uhr für Alice da sein) zum Vij-Büro, das ist meine Organisation, ein paar Formulare abliefern und <<Bonjour>> sagen.
Ich brauche auch noch etwas Tee, hier gibt es nur du thé und das ist ausschließlich schwarzer Tee :)
Alles in Allem lernt man das Zuhören wenn man sich nur noch auf Französisch unterhält, Hugues spricht ein wenig schnell und Alice ein bisschen undeutlich, aber mit Nachfragen versteh ich dann doch das Meiste.
Außerdem trainiert man sein Gedächtnis, ich habe ca 8 Schlüssel allein für die Wohnungen von mir und von der Famile, und drei Zahlencombies für alle möglichen Eingangstüren. :)

Jetzt werd ich noch ein wenig aufräumen, meine Nahrungsmittel, die ich gerade von Nathalie bekommen habe.
danach werde ich ein wenig <<dodo>> machen, also dormir, schlafen.

Ich schau noch, ob ich ein paar Bilder hochladen kann, à bientôt,

Bonne nuit et bisous, votre Miri

Freitag, 19. August 2011

Übermorgen

Die Spannung steigt, in die Vorfreude mischen sich auch andere Gefühle, wie etwa die Sehnsucht nach einem Zuhause, das man nicht verlassen muss, sowie das bisschen Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden.
Alles in Allem ein wenig eine Zerissenheit. :)

Das Kofferpacken war ein Desaster.
Die zwei Waagen, die wir hatten, zeigten jedes Mal, wenn man den Koffer nur ein bisschen verrückte, ein anderes Gewicht und immer war es zu schwer.
Also Umpacken - Wiegen - Sich über das zu schwere Gepäck ärgern - Umpacken - Wiegen und so weiter und so fort...
Nun ist es meiner Mami und mir egal und wir lassen uns am Flughafen überraschen.

Es fällt mir schwer, mich von den Leuten zu verabschieden, ich möchte garnicht erst an die Verabschiedung von Mami übermorgen denken. :(
Das Zimmer ist aufgeräumt, die Musik auf meinem Laptop erweitert, alle Dinge, die man aufladen muss (iPod, Handy, Laptop, Digicam), sind aufgeladen, alles fertig.

Der nächste Post kommt aus Frankreich! :)
Bisous, votre Miri