Bonsoir mes amis,
es ist schon etwas spät, dager werde ich mich so gut es geht kurz fassen und evtl morgen noch Dinge ergänzen. :)
Nachdem ich gestern um drei Uhr morgens aufgestanden bin, um mit meiner Mami rechtzeitig nach München und zum Flug zu kommen - und nachdem alles glatt ging -, hat mich meine famille d'accueil vom Flughafen abgeholt.
Sie waren zu dritt, Hugues, Nathalie et Alice, Jules ist in einem Feriencamp von der Schule aus und wird erst in einer Woche wiederkommen.
Nachdem ich mein Zimmer gezeigt bekommen hatte haben wir etwa um drei zu Mittag gegessen und ich durfte mich anschließend ein wenig ausruhen, wobei ich in der Zeit, in der ich eh nicht schlafen konnte, meinen riesengroßen Koffer ausgepackt habe.
Mein Zimmer ist wirklich sehr schnuckelig, der einzige Nachteil - wobei es mich nicht wirklich stört, weil ich eh tagsüber nicht drin bin - ist, dass es über den Tag dort sehr warm wird, weil es ja im siebten Stock ist.
Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte, machten wir einen großen Spaziergang, zum etwa zweihundert Meter entfernten Tour Eiffel und darüber hinaus, ich habe die Schulen und die Kinderkrippe von Alice gezeigt bekommen.
Dabei hat Hugues im Park beim Tour Eiffel reife Haselnüsse bemerkt, und nun esse ich jeden Tag Haselnüsse vom Eiffelturm. :D
Danach aßen wir zu Abend, ein typisch französisches dîner, wenn auch nicht annähernd so typisch wie das von heute (aber dazu später). Das heißt Baguette, Fromage (Käse), du poisson (Fisch), du gâteau (Kuchen), des petits pâtes (Pasteten) et des fruits (siehe: Englisch). danach bin ich so gut wie tot ins Bett gefallen ;)
Heute Morgen nach einem reichhaltigen Frühstück brachte ich zusammen mit Nathalie Alice in die Krippe, danach hatte ich bis zum Nachmittag frei.
Also hab ich Paris ein wenig à pied und auf eigene Faust erkundet, bin runter zum Tour Eiffel und ein bisschen weiter, hab beim Fußball Weltcup der Obdachlosen zugeschaut, viele Fotos gemacht, gespendet (jaa ich hab mich bequatschen lassen...), mich verlaufen und ein bisschen Smalltalk mit Restaurantbesitzern (die meist mit einer dicken Zigarre vor ihren Restaurants warten) betrieben.
Danach habe ich mithilfe von Maria, einer Afrikanerin, die gegenüber von mir auch ein chambre de bonnes bezogen hat und ca fünf Jahre älter ist als ich, auf meinem Laptop Internet installiert und gleich ein bisschen mit Kathi geskypt. Nebenbei habe ich meine ersten französischen Spaghetti gekocht.
danach ging in die crèche (Krippe) um alice abzuholen, Nathalie war heute auch noch dabei und hat mir ein paar Parcs gezeigt, in die ich mit ma petite chérie spielen gehen kann.
Also sind wir auch gleich dort geblieben, Nathalie musste wieder zur Arbeit.
Alice hat viel gespielt und irgendwann gabs dann einen riesen Tränenausbruch, weil sie hingefallen war.
Auf dem Rückweg nach Hause war sie immer noch knatschig, aber da war eine sehr nette Frau, die ihr einen Schlüsselanhänger mit Tinkerbell geschenkt hat, da war sie wieder glücklich, beim Baden später war die Stimmung sowieso super, sie liebt einfach Wasser.
Danach hab ich ihr noch ein bisschen was vorgelesen und dann kam auch schon Hugues heim, hat ihr ein paar Nudeln gekocht und sie vor den Fernseher gesetzt (da ist sie sowieso ein Engel, Heidi hat auf Französisch eine richtig nervig hohe Stimme.) Später kam ein Freund von Hugues zu Besuch, da gab es wieder ein wenig Knatsch, weil Alice nicht einsehen wollte, dass ihr Papa leider momentan keine Zeit für sie hat und langweilige Gespräche über Politique und les affaires mit seinem Freund führen will.
Aber dann hat sie sich doch überreden lassen, etwas mit mir zu lesen (Nathalie war auch schon wieder daheim) und danach gings ab ins Bett. :)
So, dann kam das mehr als typische französische dîner, wir haben Gemüse-Tarte gegessen, du fromage, baguette, de la salade, des noix et du glace (Eis). Nach ca 3 Stunden gabs dann um halb zwölf noch einen Espresso (café), danach hat mir Nathalie noch ein paar Sachen (das meiste zum Essen) für ma chambre gegeben und wir haben die métro-Pläne angeguckt.
Morgen möchte ich nämlich nach dem Aufstehen (ich muss morgen erst um vier Uhr für Alice da sein) zum Vij-Büro, das ist meine Organisation, ein paar Formulare abliefern und <<Bonjour>> sagen.
Ich brauche auch noch etwas Tee, hier gibt es nur du thé und das ist ausschließlich schwarzer Tee :)
Alles in Allem lernt man das Zuhören wenn man sich nur noch auf Französisch unterhält, Hugues spricht ein wenig schnell und Alice ein bisschen undeutlich, aber mit Nachfragen versteh ich dann doch das Meiste.
Außerdem trainiert man sein Gedächtnis, ich habe ca 8 Schlüssel allein für die Wohnungen von mir und von der Famile, und drei Zahlencombies für alle möglichen Eingangstüren. :)
Jetzt werd ich noch ein wenig aufräumen, meine Nahrungsmittel, die ich gerade von Nathalie bekommen habe.
danach werde ich ein wenig <<dodo>> machen, also dormir, schlafen.
Ich schau noch, ob ich ein paar Bilder hochladen kann, à bientôt,
Bonne nuit et bisous, votre Miri
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